Pop / Rock





Besetzung:
- Bernd Schlund (voc, g) bis 1983
- Anett Navall (voc) ab 1983
- Bernd Dünnebeil (g, voc)
- Bernd Fred Seifert (bg)
- Thomas Hoffmann (key, cel, voc)
- Detlef Übermuth (dr)


Biographie:
Die Band Gong wurde im April 1981 vom künstlerischen Leiter der Band, Bernd Dünnebeil, gegründet. Grund dafür war, dass bei Dünnebeils alten Band Karussell, bei der er bis Ende 1980 Gitarre spielte, nach seiner Rückkehr von der Armee kein Platz mehr war. Zusammen mit den beiden Musikern der Gruppe SET, Bernd Seifert (Bass, später auch organisatorischer Leiter von Gong) und Thomas Hoffmann (Keyboard, Cello), die bei ihrer alten Band SET auch nicht mehr glücklich waren, gründete er dann Gong. Dazu kamen von der Gruppe "Variation" der Schlagzeuger Detlef Übermuth und als fünfter Mann der Sänger und Gitarrist Bernd Schlund, der in den 70ern beim Dresden Septett, LIFT und der Klaus Lenz Band gespielt hatte. Innerhalb von nur einem Monat wurde ein komplettes Konzertprogramm - u.a. schon mit ersten eigenen Liedern - erarbeitet, um bereits im Mai d.J. das erste Live-Konzert zu spielen.

So flott ging es dann auch mit Gong weiter. Bereits nach wenigen Wochen wurden mit "Bahnhof", "Mammon" und "Wenn wir alles haben" die ersten drei Titel beim Rundfunk der DDR produziert. Die Songs der Gruppe Gong wurden alle von Bernd Dünnebeil und Thomas Hoffmann komponiert und von Kurt Demmler betextet. Einer der beim Rundfunk produzierten Titel, "Bahnhof", wurde in verschiedenen Wertungssendungen vorgestellt, konnte sich letztlich aber nicht sehr hoch platzieren. Gong nahm 1981 auch an der Bezirkstanzmusikwerkstatt in Halle teil und trat im November '81 in der TV-Sendung "rund" auf. Noch vor dem Jahresende wurden mit "Abseits" und "Augen" zwei weitere Titel beim Rundfunk produziert.

Dieses Portrait entstand mit tatkräftiger Unterstützung von Mike Brettschneider und Bernd Dünnebeil. Vielen Dank!
Das Jahr 1982 brachte der Band weitere Festivalteilnahmen, u.a. die "Musikauktion" in Cottbus, sowie nochmals Produktionen beim Rundfunk ("Kegeln" und "Schlaf"). Im Jahre 1983 kam es dann zu einem ersten personellen Wechsel. Bernd Schlund verließ Gong und wurde durch die Sängerin Anett Navall (Preisträgerin des "Goldenen Rathausmann" 1980) ersetzt. Mit der neuen Sängerin produzierte die Band beim Rundfunk 1983 noch den Titel "Lady Kesselstone". Kurz darauf verließ Bernd Dünnebeil die Band, da er mangels Erfolgen keinen Sinn mehr in einer Weiterarbeit mit Gong sah. Die verbliebenen Musiker versuchten danach die Bandarbeit mit verschiedenen - namentlich hier aber nicht bekannten - Gitarristen fortzusetzen. Irgendwann verließ auch Anett Navall die Gruppe Gong wieder, und die Band löste sich 1983 auf. Große Erfolge konnte die Kapelle in den knapp drei Jahren ihres Bestehens aber nicht feiern. Obwohl Gong genügend eigenes Material hatte um eine Platte zu machen, gab es keine Veröffentlichung der Band auf Single oder LP. Ein erster Song der Band wurde erst 1996 auf dem Sampler "Beat Kiste - Vol. 7" veröffentlicht.

Bernd Dünnebeil spielt heute beim "G-Project", einem Trio zu dem u.a. auch Schlagzeuger Andreas Brauer (ehemals Schubert Band und Reform) vor kurzem noch gehörte. Die Band, bei der "Hula" Dünnebeil die Gitarre wieder wie früher "weinen" läßt, spielt Coverversionen anderer Interpreten, u.a. auch von Karussell ("McDonalds"). Derzeit arbeitet der Gitarrist an einem neuen Projekt, das aber noch nicht spruchreif ist.





Die Diskographie

Titel: "Beat Kiste - Vol. 7"
Format: Sampler / Kopplung
Label: Barbarossa
Erschienen: 1996
Anmerkung: Die Gruppe GONG ist auf dieser Kopplung mit dem Titel "Bahnhof" zu hören.





Fotos, Autogrammkarten & mehr:


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