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Rosenstolz ist heute eine sehr erfolgreiche Band. Seit über 10 Jahren "verfolge" ich sie, bin quasi mit ihnen groß geworden. Die Frage, ob man in diesem Alter noch "groß geworden" sagen kann, beantworte ich immer mit dem für mich ganz besonderem Lied der Band "Kassengift" aus dem Jahr 2000, in dem es heißt: "Ich bin zu alt um jung zu sein, ich bin zu jung um alt zu sein...". Mit dem Rosenstolz-Virus wurde ich 1996 durch eine Freundin infiziert. Sie ließ nicht locker und drängelte ständig, ich solle mich endlich für Rosenstolzmusik interessieren. Dafür bin ich ihr noch heute sehr dankbar. Mein erstes Live-Konzert von Rosenstolz erlebte ich erst am 22.05.1999 in der Columbiahalle. Da hatte es mich dann voll erwischt, und ich bin zum Fan mutiert. Ab sofort konnte ich mir kaum ein Rosenstolz-Konzert entgehen lassen, ich tourte durch Deutschland und kaufte mir sämtliche Singles und Alben. Mit den Jahren kam für Rosenstolz der ganz große Erfolg, sie mussten sich aber von "Ganz unten" (auch ein Songtitel aus dem Jahr 2001) im wahrsten Sinne des Wortes "hocharbeiten". Mit "Liebe ist alles" konnte ich dann sogar meine Eltern für Rosenstolz begeistern. Nach einem Konzerterlebnis in der ausverkauften Wuhlheide drehte sich dann "Das große Leben" auf ihrem Plattenteller. Auch meine Freunde und Kollegen wussten nun wovon "die Rosenstolzverrückte" jahrelang gesprochen hat. Die letzte Tour begann für mich am 30.05.2007 in Goslar und endete am 22.06.2007 in der Wuhlheide mit dem Song "Woran hält sich die Liebe". Ungeduldig wartete ich nun auf das neue Album, und ich freute mich sehr über die Einladung vom Management zur Albumpräsentation im Babylon.
Das Babylon ist ein Filmtheater, wunderbar für kleine Veranstaltungen geeignet. Als ich gegen 19:15 Uhr vor Ort eintraf, erblickte ich viele geladene Gäste, und mittendrin einen großen roten Teppich über den man in die Eingangshalle gelangen konnte. Am Eingang erhielt ich eine Pressemappe und einen Stempel in Form eines Ministernchens,... sehr schön. Nach kurzer Begrüßung einiger Freunde wurde auch schon der Kinosaal geöffnet. Auf dem Weg in die vorderen Reihen entdeckte ich auf den blauen Kinosesseln die reservierten Plätze der Rosenstolzcrew, alle mit Namen versehen. Daher war die Sicherheit gegeben, dass wirklich alle wichtigen Persönlichkeiten anwesend sein werden. Der Saal füllte sich und kein Sitzplatz blieb unbesetzt. Einige Fans setzten sich vor die erste Reihe auf ihren Allerwertesten und fühlten sich sichtbar wohl an diesem Ort. Kaum betraten AnNa und Peter das Kino durch die Seitentür wurden sie auch schon mit reichlich Applaus verwöhnt, ihre Gesichter strahlten. Friedrich Krämer, ein Vertreter von Universal, eröffnete den Abend mit folgenden Worten: "Es ist ein ganz besonderer Abend, nach zweieinhalb Jahren. Wir sind stolz, Rosenstolz arbeitet weiterhin mit Universal zusammen. Bitte noch mal mit donnerndem Applaus Rosenstolz begrüßen" - der Saal bebte - "Es ist wirklich toll was da entstanden ist". Herr Krämer erzählte mit großer Freude, dass "Das große Leben" über 1 Mio Mal verkauft wurde und verstreute die Hoffnung, daran mit dem neuen Album anknüpfen zu können. Er fügte noch ein paar Worte zum Ablauf des Abends hinzu und verabschiedete sich mit den Worten: "Freut euch sehr auf die neue Platte von Rosenstolz und viel, viel Vergnügen".
Die aktuelle Single:

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Im Saal dämmerte es, der blaue Vorhang öffnete sich und es begann das nagelneue Video "Gib mir Sonne", die erste Singleauskopplung vom neuen Album. In dem Video erkannte ich viele Dinge aus meiner Jugendzeit wieder, denn ich bin im Osten aufgewachsen. AnNa war schick gekleidet, sie trug in dem Video das gleiche Outfit wie an diesem Abend. Danach wurde es noch dunkler, in mir machte sich Aufgeregtheit breit. Bis ich dann die ersten Töne vom neuen Album "DIE SUCHE GEHT WEITER" vernahm. Ich hörte Stimmen, die die Namen Paul und Paula erwähnten und dann sang AnNa: "Ich bin mein Haus, in dem ich leb, von Anfang an. Ich bin mein Boot, ich bin mein Buch...". Danach wurde es etwas schwungvoller, u.a. mit dem Lied "Blaue Flecken", das bereits bei der letzten Tour live präsentiert, und vom Publikum gefeiert wurde. Kurz darauf fühlte ich mich in die Neue Deutsche Welle-Zeit zurück versetzt, ich spürte Elektropop und freute mich über Peters Textpassagen, wie "Nein, ich bin irgendwo dazwischen, kein Platz für Monotonie" und "Verboten ist ein Unwort" wie auch "Ich ändere mich nie". In diesem Lied meinte ich sogar schon den Part der Fans für die folgende Live-Tour zu erkennen.
Die Decke des Kinosaales erleuchtete in verschiedenen Farben und Mustern. Bei einem Song war es rotes Licht, und beim nächsten dann schon wieder blaue unregelmäßige ovale Kreise, die an Seifenblasen erinnerten. Einige Lieder wurden mit Orchester aufgenommen. Der Orchester-Einsatz untermalt berührende Textzeilen, wie z.B.: "Du bleibst für immer mein Engel, ganz egal was du auch machst... warum kann ich nicht weinen". Ich sackte automatisch immer tiefer in den Kinosessel. Musik und Präsentation waren sehr beeindruckend. Ergriffen war ich auch, als zu Beginn eines Liedes eine Geige und die Worte "Ein Fenster zum Himmel" erklangen. Dann fühlte ich mich plötzlich mit "Bist du dabei" in den Juni vergangenen Jahres zurück versetzt. Gitarren wurden strapaziert und ich glaubte AnNas Live-Stimme, die ich so sehr liebe, zu hören. Sehr berührend dann wieder AnNas bezaubernde Stimme, umhüllt von Geige und Orchester, zu lauschen: "Der Schnee auf deinem Haar leuchtet sonderbar... und du frierst mit mir. Ich will, dass du es weißt, mir ist so kalt, mein Herz schlägt auch im Eis". Ich hatte Gänsehaut! An diesem Abend hörte ich des Öfteren ein Klavier, wie auch bei dem letzten Lied der CD, gleichzeitig Titel des neuen Albums: "Die Suche geht weiter". Die Betonung lag hier auf dem Folgesatz "NACH VORN". Der Kinosaal tobte, alle zeigten Begeisterung, nur ich konnte es in diesem Moment noch nicht zeigen, denn ich war noch ganz weit unten in meinem Kinosessel verschwunden. Bis dann erneut Herr Krämer die Bühne mit folgenden Worten betrat: "Ich finde, das ist ein wahnsinniges Album". Er gab AnNa und Peter das Wort. Sie dankten ihren Ehemännern, dem Management (die ihnen zwei Jahre lang den Rücken frei gehalten haben), den Musikern, Universal und dem Publikum. Zum Abschluss sagte AnNa mit einem verschmitzten Lächeln: "Damit ihr noch ein bisschen hier bleibt, haben wir draußen noch Häppchen und Getränke bereit gestellt". Um 21:00 Uhr begaben sich alle Gäste in die Lounge und auf, bzw. an den roten Teppich. In der Lounge entdeckte ich eine sehr schöne in orange gehaltene Wandinstallation, versehen mit Textzeilen der neuen Single. Nun hatte ich Zeit weitere Freunde zu begrüßen. Einen Moment später waren AnNa und Peter bereits fleißig beim Autogramme schreiben... auf den Pressemappen, CD-Covern und auf Fotos. Es herrschte großer Andrang und wurde sehr eng. Nach einer kurzen Pause ließen sie sich dann noch mit vielen Fans ablichten. Es war ein Blitzlichtgewitter. Ich staune, dass sie anschließend überhaupt noch was sehen konnten.
Peter hat mir einen lieben Gruß an deutsche Mugge mitgegeben. In einem Gespräch erfuhr ich noch einen ganz wichtigen Termin: am 26. September kommt das neue Album in die Läden. Also ich weiß schon was ich am besagten Tag tun werde, natürlich meine Sammlung erweitern. Und dann freue ich mich auf die am 7. November beginnende Konzerttour. Alle Termine der Rosenstolz-Tour werden auf der Seite "Konzert-Termine" in unserem Journal zu finden sein.
Vielen Dank an AnNa, Peter, Ulf, Roberto und der gesamten Rosenstolzcrew für das gelungene neue Album und diesen fantastischen Abend!!!
Foto Impressionen: